| Therapieverfahren und Beratung | ||
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Einzeltherapie Kognitive Verhaltenstherapie ( mehr Information) Spezielle Therapieverfahren Traumatherapie u.a. EMDR (mehr Information ) PaartherapieLösungsorientierte Kurzzeittherapie |
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Mit Verhaltenstherapie wird ein ganzes Spektrum von Formen der Psychotherapie bezeichnet. Heute, zu Beginn des 21. Jahrhunderts vertritt die Verhaltenstherapie ein ganzheitliches Bild des Menschen. Allen Formen der modernen Verhaltenstherapie ist gemeinsam, dass „Hilfe zur Selbsthilfe“ für den Patienten im Mittelpunkt steht, ihm nach Einsicht in Ursachen und Entstehungsgeschichte seiner Probleme Methoden an die Hand gegeben werden, mit denen er zukünftig besser zurechtkommt. Der Begriff „Verhaltenstherapie“ führt insofern in die Irre, da er das Augenmerk ausschließlich auf das Verhalten lenkt. In der modernen Verhaltenstherapie steht aber heute die Untersuchung des Verhaltens gleichrangig neben der Betrachtung von Denken, Gefühlen und körperlichen Prozessen. Verhaltenstherapie legt dabei besonderen Wert auf die Überprüfung der Wirksamkeit der angewandten Methoden. Verhaltenstherapie ist vielfältig einsetzbar, so bei Ängsten, Zwängen, Depressionen, Suchterkrankungen, Eßstörungen, Persönlichkeitsstörungen, psychosomatischen Erkrankungen und vielen anderen Krankheitsbildern. Kennzeichnend für die Verhaltenstherapie ist unter anderem die enorme Vielschichtigkeit, die Wissenschaftlichkeit und die durch viele Untersuchungen belegte Wirksamkeit. Durch das Bestreben, neueste Erkenntnisse und Entwicklungen aus Psychologie, Medizin, Soziologie und anderen Grundlagenwissenschaften mit einzubeziehen, ist die Verhaltenstherapie eine Therapierichtung, die sich in einem kontinuierlichen Wandel befindet. Die offene und flexible Grundhaltung verhindert starre, unbeugsame Konzepte und erlaubt individuelles Eingehen auf jeden Patienten.
Patienten sollen in der Verhaltenstherapie somit langfristig zum eigenen Experten werden: Für ein vorhandenes Problem zu wissen, woher es kommt, welche Faktoren es aufrecht erhalten und wie damit umgegangen werden kann bzw. was man dagegen tun kann. Das Erkennen von Problemen und deren Ursachen und Entwicklungsbedingungen ist notwendig, aber erst, wenn Betroffene in der Lage sind, die gewünschten Änderungen auch in ihren alltäglichen Handlungen ( und Einstellungen ) umzusetzen, ist das Ziel wirklich erreicht. Die Dauer der Behandlung ist keineswegs festgelegt und variiert je nach Problemstellung und Erkrankung von einigen Sitzungen bis zu mehreren Jahren.
Eye Movement Desensitisation and Reprocessing ( in der internationalen Abkürzung
= EMDR ) ist eine von Dr. Francine Chapiro 1987 bis 1991 entwickelte neuartige
Trauma bearbeitende Psychotherapiemethode, die die Möglichkeiten der Behandlung
seelisch-traumatisierter Patientinnen nachweislich erheblich verbessert. Heute
kann die EMDR-Methode aufgrund der bislang vorliegenden Behandlungsstudien als
ein hoch effektives Verfahren zur Behandlung psychischer Traumafolgen –
wie sie sich etwa im klinisch Erscheinungsbild der posttraumatischen Belastungsstörung
zeigen – bezeichnet werden. Sowohl bei lange zurückliegenden Traumatisierungen
( z. B. Kriegsereignisse, sexuelle Traumatisierung in Kindheit und Jugend )
wie auch in der näheren Vergangenheit liegenden Ereignissen ( Unfälle,
Überfälle etc. ) kann die Anwendung von EMDR sinnvoll und Erfolg versprechend
sein. Eine psychotraumatologische Behandlung gliedert sich dabei in die drei
Phasen der Stabilisierung, der Verarbeitung traumatischer Erinnerung und der
abschließenden Neuorientierungsphase.
Detailliertere Informationen für Betroffene sind beim EMDR-Institut Deutschland nachzulesen.